GIESSEN. Seit 2008 hat das Evangelische Krankenhaus in Gießen rd. 12 Mio. Euro in die Weiterentwicklung des Standortes investiert. Durch die Landesförderung und zusätzlichem Eigenkapital in Höhe von weiteren 11 Mio. Euro, starten nun die Sanierungsarbeiten. Bis 2020 sollen Krankenstationen sowie Patientenzimmer modernisiert und die OP-Säle mit neuester Technik ausgestattet werden. Geplant ist außerdem ein Standortwechsel der Lungenklinik von Greifenstein nach Gießen.

Am späten Dienstagnachmittag besuchte die CDU-Fraktion das EKM, um sich ein Bild der aktuellen Entwicklung und künftiger Planung zu machen. In einem sehr informativen Gespräch erläuterten der Geschäftsführer Tim Allendörfer, Pflegedirektorin Christa Hofmann-Bremer und Priv.Doz.Dr. Jochen Sticher Hintergründe und Grundlagen der Struktur des Geschäftsbetriebes sowie vom Selbstverständnis eines traditionsreichen Hauses. Das Führungsteam nahm sich viel Zeit, die Gemeinnützigkeit der AGAPLESION AG in Deutschland zu schildern und sich den Fragen ihrer Gäste zu stellen.

Fraktionsvorsitzender Klaus Peter Möller: „In Zeiten von Zeitknappheit, Budgetierung und notwendigen betriebswirtschaftlichen Entscheidungsprozessen ist es wichtig, dass Patienten Ruhe, Verständnis, medizinische Kompetenz und Aufmerksamkeit finden können. Das evangelische Krankenhaus strahlt dies aus und vermittelt auch mit seiner Übersichtlichkeit das Gefühl eines Orts des Entschleunigung.“ Es sei gut zu sehen, welche Kompetenz und Wärme den Patienten trotz notwendiger Wirtschaftlichkeit zuteilwerde, so Möller.

Mit einem Umsatz von 40 Mio Euro, 513 Mitarbeitern und 10.100 Patienten im Jahr ist das EKM ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Gießen. Die gemeinnützige Unternehmensform biete dabei den idealen Rahmen, um die Pflege der Patienten in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen. 

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