Vor dem Hintergrund der in Vorbereitung befindlichen neuen Planung für das künftige Baugebiet „In der Roos“ in Rödgen stellt die CDU fest, dass nur durch Zuzug neuer Einwohner und Familien die Situation in Rödgen stabilisiert werden könne. „Der fortschreitende Rückzug der Infrastruktur in Rödgen hängt auch damit zusammen, dass die Nachfrage nach dem vorhandenen Angebot stetig nachgelassen hat“, erinnert Klaus Peter Möller an die Zusammenhänge. Dieser Prozess, der zunehmend die wohnortnahe Versorgungssituation in Rödgen einschränke, könne nur beendet werden, wenn die Einwohnerzahl des Stadtteils zunehme und Anreize geschaffen würden, seinen Wohnsitz in Rödgen zu suchen. „Nur mit einer Stabilisierung und Zunahme der Bevölkerung – im Idealfall durch den Zuzug von Familien – lässt sich Rödgen für die Zukunft stärken“, so Möller weiter.

Bliebe alles beim Alten, und käme es zu keiner Zunahme und Verjüngung der Bevölkerung, stünde Rödgen möglicherweise bevor, was in anderen ländlich geprägten Wohnlagen im Landkreis und in Mittelhessen bereits zu beobachten sei. Zunächst schließe der ortsansässige Lebensmittelmarkt, dann gingen Post, Banken und andere Einzelhändler aus wirtschaftlichen Gründen. Die Übernahme vorhandener Einzelhandelsgeschäfte scheitere an der mangelnden Perspektive. Im letzten Schritt würden Kindergärten und Vereine im Bestand gefährdet werden, bevor schließlich auch vorhandene Grundschulen und letztlich die ortsansässige freiwillige Feuerwehr betroffen seien.

Die CDU wolle dieser Befürchtung entgegenwirken durch die Ausweisung von Bauplätzen in Rödgen auch in den laut Flächennutzungsplan dafür in Frage kommenden Randlagen. Diese aber dürften erst dann beplant und erschlossen werden, wenn die Nutzungskapazitäten vorhandener Flächen im Innenbereich zuvor ausgeschöpft würden.

Insofern werde dieses Ziel durch die Koalition aus SPD, CDU und Grünen weiterverfolgt – wenngleich bisherigen Planungen neue Überlegungen und Schwerpunktsetzungen entgegengesetzt würden.

„Wenn eine geringere Verdichtung und eine alternative Erschließung zu einer größeren Akzeptanz des künftigen Baugebietes „In der Roos“ beiträgt, so sollten wir dies anstreben“, so der zuständige Planungsdezernent Peter Neidel, der zugleich betont, dass nicht die maximale Verdichtung in Rödgen. Ziel sei sondern eine Bebauung, die mehrheitlich unterstützt werde. Hierzu würden die künftige Bürgerbeteiligung und die dadurch begleiteten neuen Planungen Wege und Vorschläge aufzeigen helfen.

 

« Volker Bouffier führt Liste an CDU-Kampfansage an Eigentümer »