Stefan Görnert ist neuer Vorsitzender des CDU Ortsverbandes Gießen-Mitte. Der 47-jährige Jurist wurde auf der Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes einstimmig gewählt. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Dorothé Küster und als Schriftführer Prof. Dr. Helge Stadelmann bestimmt; komplettiert wird der Vorstand mit der Wahl von Karen-Heide Bernard, Karin Losert, Hans Dittrich und Axel Pfeffer als Beisitzerinnen beziehungsweise Beisitzer.
In seiner Dankesrede bezeichnete Stefan Görnert die CDU als die Partei zum Wohle der Mitte Gießens. Wann immer die CDU in Gießen regiert habe, sei es mit der Innenstadt Gießens spürbar aufwärts gegangen: so beispielsweise in den Jahren von 1977 bis Ende 1985 mit dem Wiederaufbau des Alten Schlosses, dem Wiedererstehen des Burgmannenviertels, der Neubebauung des Kanzleibergs und des Brandplatzes sowie der Restaurierung des Stadtkirchenturms mit der Wiederherstellung der markanten Turmhaube als Wahrzeichen der Stadt wie auch zuletzt in den Jahren 2001 bis 2011mit der Neugestaltung des Marktplatzes, einem Großteil der Fußgängerzone, der unteren Bahnhofstraße, dem Bereich Brandplatz/Marktlauben/Lindenplatz sowie dem Bau des Kulturrathauses und des Einkaufszentrums Neustädter Tor. Insbesondere die SPD habe sich hier immer als Verhinderungspartei erwiesen. Hinsichtlich anstehender Aufgaben wie der Nachfolgenutzung des Kaufhofgebäudes und der Einrichtung der Korridore für die Landesgartenschau, die teilweise durch die Gießener Innenstadt führen sollen, sowie weiterer Veränderungen, die die Mitte Gießens beträfen, wolle man mit den Bürgern das intensive Gespräch suchen. Dem Verlust von Wählerstimmen wolle man mit verstärkter Präsenz und Gesprächsangeboten entgegentreten.
Als seine erste Amtshandlung als neu gewählter Ortsverbandsvorsitzender ehrte Stefan Görnert die Vorsitzende der Jungen Union Gießen, Jennifer Wiens, für 10-jährige Mitgliedschaft in der CDU.
In einem Grußwort wies der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Klaus-Peter Möller auf die angespannte Haushaltslage der Stadt hin, bei der die rot-grüne Stadtregierung nicht die Kraft fände, die nötigen Sparbeschlüsse zu beschließen. Wesentliche Einsparungen würden auf 2015 verschoben.
Regierungspräsident Dr. Lars Witteck eröffnete als Gast die Jahreshauptversammlung. In einem inspirierenden Vortrag beschrieb er Perspektiven für die Veränderungen, die sich für Städte und Landkreise durch die fortschreitende Urbanisierung und Entvölkerung ländlicher Gebiete schon in den nächsten 20 Jahren anbahnten. In dieser Situation seien mutige Entscheidungen gefordert, die Arbeitsmöglichkeiten für die Menschen und Wirtschaftskraft der Region gleichermaßen voran brächten wie ein lebenswertes Umfeld. In Zeiten knapper Kassen könne der Staat nicht alles leisten; eine Partei, die das Bürgerengagement fördert, sei gefragt. Parteien, die auf Wutbürgertum und Nein-Sagen setzten, könnten den Weg in die Zukunft nicht bahnen.